Grund ist ein zusätzliches, gebraucht gekauftes Löschfahrzeug / Bekenntnis zu Abteilungswehren.

TENINGEN-HEIMBACH(arr). Die Feuerwehrabteilung Heimbach ist um ein gewaltiges Stück effektiver geworden. Dies ist für Abteilungskommandant Walter Hügle keine Selbstverständlichkeit, wie er in der Hauptversammlung sagte. "Damit macht die Gemeinde deutlich, dass sie an der dezentralen Struktur der Brandbekämpfung festhalten will und festhält", sagte er zur Anschaffung eines gebrauchten Löschfahrzeuges.

"Ich denke, dass die Feuerwehrabteilung Heimbach 2014 zufrieden sein kann. Die Einsätze wurden stets gut beherrscht und das neu angeschaffte Löschfahrzeuges der Heimbacher Abteilung erlaubt einen Erstangriff unabhängig vom Löschwasseranschluss," sagte Gesamtkommandant Stukenbrock. Für Stukenbrock war es ein guter Deal, für die Feuerwehr wie für die Gemeinde, die an die 100 000 Euro spart.

Auch diesmal blickte Hügle auf ein ereignisreiches Jahr zurück, auch wenn die Einsatzzahlen nichts Spektakuläres offenbarten. Doch jeder, der in Not ist, ist froh, wenn ihm geholfen wird. So am 27. März 2014, als die Polizei die Feuerwehr anforderte um eine Wohnungsöffnung vorzunehmen. Da sich die gesuchte Person nicht in der Wohnung befand, nahmen auch die anderen Abteilungen gemeinsam mit der Hundestaffel des DRK, vier Streifenwagen der Polizei und ein Hubschrauber an der Suche teil, die nach über dreieinhalb Stunden erfolgreich endete. Oder bei einem Brand einer Gasflasche. Zwar war die Flasche bis zum Eintreffen der Feuerwehr gelöscht, aber man war froh, die Profis im Ehrenamt dazuhaben, die die Gasflasche einer Temperaturprüfung unterzogen und weiter abkühlten. Und immer wieder auch Einsätze bei Unwetter, wie am 11. Juni 2014, als innerhalb einer halben Stunde mehr als 26,5 Liter Regenwasser pro Quadratmeter viele Keller unter Wasser setzte. Mehr als 15-mal rückte die Feuerwehr in Teningen aus, die Heimbacher beteiligten sich an vier Einsatzorten. Bei diesem Unwetter hat sich die Gesamtwehrstruktur bewährt, durch die es überhaupt erst möglich war so kurzfristig an verschiedenen Einsatzorten derart einzusetzende Kräfte zur Verfügung zu stellen. Auch bei einem umgestürzten Baum auf der Straße nach Heimbach am 21. Juli 2014 konnte das Problem schnell beseitigt werden.

Zudem wurden 20 Proben und Unterrichtsabende abgehalten. Insgesamt erbrachten die 18 Aktiven 472 Dienststunden – ohne die Sicherheitswachen bei Veranstaltungen, Pflege der Gerätschaft oder Lehrgänge. Jonas Schneider absolvierte ein so genanntes "Hot-Fire-Training" in Neustadt an der Weinstraße. Dazu musste er einen Parcours durch drei verschiedene Übungscontainer mit unterschiedlichsten Brandarten und mit diversen Rettungs- und Brandbekämpfungsmaßnahmen bewältigen. Patrik Probst hat einen Sprechfunklehrgang absolviert.

Auch die Kameradschaft besitzt einen hohen Stellenwert, wie dem Bericht des Schriftführers Wolfgang Lenssen zu entnehmen war. Dazu gehörten ein Kameradschaftsabend mit allen Ortswehren, ein Ausflug ins Elsass, der Besuch bei anderen Feuerwehren und der Jahresabschluss. Ein Ehrenspalier am Volkstrauertag zählte ebenso dazu, wie das Bewirten bei diversen Veranstaltungen. Aber auch der neue Anstrich der Fahrzeughalle und der Umbau des neuen Löschfahrzeuges.

Ortsvorsteher Herbert Luckmann wies darauf hin, wie wichtig es eine Ortswehr ist, wenn schnell gehandelt werden muss. Die Ortskenntnis sei ein nicht zu unterschätzendes effektives Mittel.

Quelle: Badische Zeitung