Die Freiwillige Feuerwehr Heimbach wurde offiziell erst 1940 gegründet, doch die Ursprünge reichen bereits ins Jahr 1886 zurück.

HEI Gruppenfoto 2015

TENINGEN-HEIMBACH. Seit 75 Jahren ist die Freiwillige Feuerwehr Teningen - Abteilung Heimbach ein Garant bei der Gefahrenbekämpfung. Für diese Ernstfälle stellen alle Feuerwehraktiven ehrenamtlich ihre Freizeit zur Verfügung, um mit einer gut ausgerüsteten und aufgestellten Wehr jederzeit die Bürgerhilfe garantieren zu können – ein Grund am Wochenende gemeinsam mit der Bevölkerung das 75-jährige Bestehen mit einem zweitägigen Fest zu feiern.

Obwohl das eigentliche Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Heimbach 1940 war, so war wohl der Brand des Anwesens von Ludwig Götz 1886 die Geburtsstunde der Feuerwehr. Noch im selben Jahr wurden ein Hochbehälter mit einer Wasserleitung und fünf Hydranten gebaut und die erste Feuerlöschordnung verabschiedet – so nachzulesen in der Festschrift zum 75-jährigen Bestehen.

1904 gab es erstmals eine geordnete Struktur des organisierten Feuerlöschwesens in Heimbach. So gab es erstmals einen Kommandanten und einen Stellvertreter, einen Signalbläser und seinen Stellvertreter. Die Mannschaft bestand aus fünf Hydrantenmannschaften à 13 Mann, eine Wachmannschaft mit neun Mann und zwei Spritzenführer, wobei der erste der Freiherr der Grundherrschaft von Ulm war. Während des ersten Weltkrieges wurde die Löschordnung dahingehend geändert, dass Frauen und sonstige Personen zwangsweise zum Löschdienst herangezogen werden konnten.

Erst 1940 am 9. März fand dann die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr Heimbach statt. Der neue Kommandant war Hermann Fehrenbach. Nach dem Krieg übertrug die damalige französische Militärregierung neun Männern die Aufgabe einer Feuerwehr, die bis 1948 dauerte. 1948 fanden auch die ersten Kommunalwahlen statt, was auch einen Neubeginn der Heimbacher Wehr bedeutete.

Keiner wollte Kommandant werden

Da niemand die Aufgabe des Kommandanten übernehmen wollte, ließ Anton Götz der damalige Bürgermeister, Franz Himmelspach wählen, obwohl er sich noch in Kriegsgefangenschaft befand. Nach seiner Rückkehr im selben Jahr übernahm er dann bis 1951 diese Aufgabe. Es folgten Fritz Hügle von 1951 bis 1955, Franz Hügle von 1955 bis 1965, Theodor Martin von 1965 bis 1967, Josef Strub von 1967 bis 1972, Franz Meier 1972 bis 1991 und Walter Hügle von 1991 bis heute. In dieser Zeit war die Heimbacher Wehr unzählige Male zur Gefahrenbekämpfung im Einsatz.

Einen bedeutsamen Wandel bedeutet für die Heimbacher Feuerwehr die Gemeindereform 1975, die einen Zusammenschluss der örtlichen Wehren von Köndringen, Heimbach und Nimburg zu einer Gesamtwehr beinhaltete. 1988 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet die sich ab 1995 zur Jugendfeuerwehr Teningen zusammenschloss.

1984 ging endlich auch ein langgehegter Wunsch nach einem eigenem Feuerwehrgerätehaus im alten Schloss in Erfüllung. Von nun an ging es auch mit der Ausrüstung spürbar bergauf. Heute gilt die Heimbacher Wehr nicht nur als eine gut ausgebildete Ortswehr, die die in wenigen Minuten am Einsatzort sein kann, sondern auch als ein gut funktionierendes Bindeglied in der Gesamtwehr. 2014 konnte sie sich über ein neues, wenn auch gebrauchtes Löschfahrzeug moderner Bauart freuen, sowie bereits 2013 über einen neuen Mannschaftstransportwagen. Heute beträgt die aktive Mannschaftsstärke 18 Feuerwehraktive, darunter eine Frau und drei Mitglieder der Jugendfeuerwehr, sowie elf Mitglieder der Seniorenmannschaft.

DAS FESTPROGRAMM

Am Samstag, 12. September beginnt das Fest um 17 Uhr mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal vor der St. Gallus Kirche und einem Marsch zum Festgelände, begleitet durch den Heimbacher Musikverein. Die offizielle Eröffnung des Jubiläumsfestes im Festzelt am alten Schloss mit Grußworten erfolgt um 18 Uhr. Um 19.45 ist die Ehrung langjähriger Feuerwehrmitglieder vorgesehen, um 20 Uhr folgt ein gemeinsames Abendessen und ein Unterhaltungsabend mit der "Juke Box". Den Sonntag, 13. September eröffnet um 10.30 Uhr ein gemeinsamer Gottesdienst der katholischen Pfarrgemeinde St. Gallus und der evangelischen Kirchengemeinde Köndringen unter Begleitung der Kirchenband "Ein Funke". Um 11.30 Uhr unterhält der Spielmanns- und Musikzug der Abteilung Köndringen die Gäste und ab 12 Uhr gibt es Mittagessen. Ab 13 Uhr ist die Kaffeestube geöffnet und ab 14 Uhr gibt es ein Kinderprogramm und Drehleiterfahren. Um 15 Uhr stellt die Jugendfeuerwehr ihr Können unter Beweis.

Quelle: Badische Zeitung